… Hermann Scherer

Avatar-ZwiegesprächIst ihnen schon mal die Aussage „Unsere Welt ist eigentlich nur für Glückskinder gemacht“ an den Kopf geworfen worden? Die meisten werden Denken, „was für ein Quatsch!“ Wenn es so wäre, gäbe es ja schon lange keine Menschen mehr. Oder, wie ist es, wenn man diesem Satz ein wenig mehr Zeit und Raum im Gehirn gibt und sich darüber erst einmal Gedanken macht. Haben wir hier eine neue Form der Evolutionstheorie? In der biologischen Evolutionstheorie beschreibt man den jeweiligen Stand der Forschung, zu den verschiedenen Fragen der Entstehung und Veränderung der Arten.

Ein Mann Namens Charles Darwin hatte durch seine Darwinsche Evolutionstheorie auch schon manche Probleme mit dem Gedankengut anderer und er gilt heute wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler aller Zeiten. Wenn man bedenkt, wie viele Teildisziplinen der Biologie Erkenntnisse für die Evolutionstheorie beisteuern, wie z.B. die Genetik, die Morphologie, die Anatomie, die Zellbiologie, die Biochemie, die Verhaltensbiologie, die Ökologie und Biogeographie und die Entwicklungsbiologie, dann würde es nicht wundern, wenn man das Glücksempfinden oder das Glücklich sein, mit in die Verhaltensbiologie packen würde. Et voilà, da haben wir es, Herr Scherer, sind sie ein Evolutionstheoretiker?

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Dabei wurde Darwin mit „Survival of the fittest“ oft falsch übersetzt. Nicht der Stärkste oder Schnellste gewinnt den Wettkampf, sondern der, der sich am besten an die Situation anpassen kann (to fit). Im einen Augenblick sind es noch Dinosaurier, einen Wimpernschlag von wenigen Millionen Jahren später sind es Ratten.

Heute ist es noch der Homo, manchmal Sapiens, morgen sind es vielleicht die Küchenschaben. Oder immer noch der Homo Sapiens, wenn er sich zwischenzeitlich zum Homo Luckicus gewandelt hat. Und möglicherweise ist es nicht die biologische, sondern die göttliche Bestimmung, dass wir unsere Welt, die wir viel zu selten Paradies nennen, bekommen haben, damit wir dort in dieser – uns manchmal so fremden Welt – glücklich sind..

Denn es gilt zu beweisen, dass wir nicht auf dieser Welt sind um glücklich zu werden, sondern um glücklich zu sein. Doch wir sind viel zu sehr ergebnisorientiert und nicht erlebnisorientiert und werden zu häufig mit unseren letzten Weg mit einem zurückgelassenen Rucksack von Ergebnissen statt Erlebnissen antreten. Und genau das zu ändern wäre ein beispielhaftes Beispiel einer Revolution und damit eine Evolution.

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Herr Scherer, eine echte Revolution formulieren sie in ihrem Buch „Glückskinder“ bereits schriftlich aus. Sie wollen entgegen der Gepflogenheiten von Jahrhunderten junge Menschen sogar zu Luftschloßarchitekten ausbilden lassen. Ich könnte ihnen aus meiner Umgebung nur ganz wenige Menschen nennen, die sie darin unterstützen würden oder wollten. Luftschlösser, Träume, Visionen – sie verlangen den Eltern, Erziehern und Realisten dieser Welt einiges ab. Im allgemeinen heißt es doch, „setz dir realistische Ziele, damit sie auch erreichbar sind und nicht frustrieren“. Wie entgegnen sie diesem Denkmuster?

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Die Aussage „Sei doch realistisch“ ist ein Versteck. Um visionär denken zu können, darf uns die „realistische Realität“ oder was wir dafür halten, nicht im Weg stehen, wir brauchen vielmehr ein hohes Maß von Realitätsanzweifelung oder Realitätsignoranz. Um Wege zum Ziel zu erkennen, die außerhalb des üblichen Alltagstrotts liegen, eben Chancen zu erkennen, müssen wir die Signale, die wir über die Realität empfangen mit unseren nichtrealen Vorstellungen verbinden. Deshalb können Sie ein Brainstorming sofort verlassen, wenn jemand sagt: „Jetzt aber mal realistisch!“

Doch wir haben gelernt Kompromisse zu machen, das ist unser Versteck. Und wenn Sie sagen, Sie haben es für Ihre Verhältnisse doch schon ganz passabel weit geschafft, wenn Sie realistisch bleiben, dann ist das immer noch eine Ausrede, nur auf hohem Niveau. Das Unrealistische zu versuchen, damit dürfen Sie nie aufhören. Es ist nämlich oft leichter, das Unrealistische zu erreichen, als das Realistische. 99 Prozent der Menschen auf dieser Welt glauben nicht daran, dass sie in der Lage sind etwas Großes zu vollbringen und streben nur nach dem Mittelmaß. Folglich ist gerade bei den realistischen Zielen der Wettbewerb am schärfsten. Deshalb ist es paradoxerweise besonders zeit- und energieaufwändig, solche vermeintlich einfachen oder normalen Ziele zu erreichen.

Es ist beispielsweise heute oft leichter eine Finanzierung für eine Million aufzubringen, als eine Finanzierung für 100.000. In einer Bar ist es leichter, die seltene, perfekte 10-Punkte-Traumfrau anzusprechen, als eine der vielen 6-Punkte-Frauen, um die die meisten Männer herumschwarwenzeln, weil sie sich mehr nicht zutrauen. Das gleiche gilt auch für den Rest der Welt, Ihre beruflichen Ambitionen zum Beispiel. Sie dürfen nicht den Fehler machen, die Konkurrenz zu über- und sich selbst zu unterschätzen. Es sind die gewöhnlichen Menschen, die außergewöhnliche Dinge machen – und damit vielleicht sogar außergewöhnlich werden.

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Ein faszinierendes Beispiel aus der Realität der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, mit der Rosa Louise Parks aus einem gewöhnlichen Menschen zu einem außergewöhnlichen wurde, beschreiben sie in ihrem Buch ja auch, doch melden auch sie immer wieder Selbstzweifel an.Für viele sind sie ein besonderes Beispiel, ein außergewöhnlicher Mensch. Im Buch fällt allerdings immer wieder auf – zum einen ihr Ruf nach dem Weg, weg von der Masse – hin zum individuell denkenden Visionär und auf der anderen Seite immer mal wieder der Zweifel an eigenen Entscheidungen. Wie passt das zusammen?

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Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut mit allen Eigenschaften, die dazu gehören und auch den Eigenschaften, die nicht dazu gehören. Und zu letzteren gehören die Selbstzweifel. Die Ängste, die Gefühle, die das Gegenteil von Mut sind. Wir können diese Dinge nicht leugnen, nur versuchen damit richtig umzugehen.

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„Wir können diese Dinge nicht leugnen, nur versuchen damit richtig umzugehen. “ Mit einer solchen Aussage gehören sie eindeutig zu einem sehr begrenzten Kreis bekannter Persönlichkeiten, die sich derzeit zuhauf zu Themen wie Glück und Erfolg äußern, wodurch sie ihr Motto – Jenseits vom Mittelmaß – nochmals unterstreichen. Ist jedoch vielleicht genau dieses einer der Gründe, warum sie ihren Umgang mit ihrem Chancenblick so geschärft haben – gerade auch wissend, dass nicht jede Chance die Ihre sein muss bzw. nicht jede Chance auch eine erfolgreiche Entwicklung durchläuft, jedoch große Chancen lauern können?

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Wir wissen, dass die meisten Vorhaben scheitern, dass Chancen häufiger den Geschmack des Misserfolgs und seltener die Süße des Erfolgs erleben. Der größte Feind der Chancen sind die Chancen selbst. Denn wer keine hat, der sollte eine suchen, doch diejenigen, die ihre Chancen gefunden haben tun häufig gut daran keine weiteren zu suchen, zumindest so lange nicht, bis die Chance einen gewissen Reifegrad hat. Es ist augenzwinkernd vergleichbar mit der Partnersuche. Wer keinen hat, der sollte möglicherweise an vielen Stellen suchen und schnuppern. Wer jedoch einen gefunden hat, der sollte mit dem schnuppern aufhören.

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Bei unserer ersten Begegnung erzählten sie fast beiläufig und bescheiden, dass das Buch „Glückkinder“ ihr bis zu diesem Zeitpunkt wohl persönlich wichtigstes Buch ist. Ich selbst habe auch stark von den Inhalten profitiert, jedoch fast noch mehr, von der Art wie es geschrieben ist. Es erscheint sehr authentisch, fast als würden sie vor einem sitzen und alles erzählen. Im Grunde ist es auch für junge Leser interessant, da auch die Beispiele, Geschichten und Anekdoten sehr klar und unkompliziert sind. In dieser Art geht es auch in ihrem Buch „Schatzfinder“ weiter. Werden wir in der Zukunft noch mehr Bücher dieser Art von ihnen erwarten können?

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Lieber Herr Hofer, wenn es Geist, Zeit und Muße zu lässt ein weiteres, solches Buch zu schreiben, dann gerne. Doch vor einem solchen Buch liegt ja oft auch ein dementsprechendes Leben mit Erlebnissen, Erfolgen und Niederlagen. Wenn die Zweifel kleiner als die Hoffnung sind, dann ist das eine gute Ausgangsbasis. Sie bekommen auf alle Fälle eines geschenkt 🙂

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HERMANN SCHERER

MEHRFACH DEN MARKTFÜHRER HERAUSGEFORDERT

HermannScherer-Presse5-124818-28092011Blog-Jonny-HoferNach dem Studium der Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Verkaufsförderung in Koblenz, Berlin und St. Gallen baute er mehrere eigene Unternehmen auf, etablierte diese in der Branche, eroberte große Marktanteile von den Wettbewerbern und wurde vom Herausforderer der Branchengrößen zum Marktführer. Ein Unternehmen platzierte er nach kurzer Zeit unter den TOP 100 des deutschen Handels. Parallel dazu wurde er internationaler Unternehmensberater, Trainerausbilder und Manager of Instruction der weltweit größten Trainings- und Beratungsorganisation. Dort erhielt er den Platinum Award für höchste Qualität und höchsten Umsatz. In den weltweiten Rankings von über 10.000 Verkäufern erreichte er regelmäßig Plätze unter den TOP 10.

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Das persönlichste Buch von Hermann Scherer „Glückskinder“

Lassen Sie sich berühren, wachrütteln und begeistern! Hermann Scherer zeigt auf, wie man chancenintelligent wird. Das heißt, wie man seine – sich täglich bietenden – Chancen erkennt und effizient nutzt. Hermann Scherer reflektiert, denkt quer sowie voraus, polarisiert, stellt in Frage, provoziert, öffnet Augen und beantwortet die Frage: »Warum suchen manche lebenslang Chancen, während andere sie täglich nutzen?« Das Buch ist ein Plädoyer für ein Leben vor dem Tod.

01-Glückskinder-Cover-350-Blog-Jonny-HoferDer Fisch springt nicht an den Haken und das Reh läuft nicht vor die Flinte. Genauso will auch die Chance gejagt sein. Glückskinder wissen das. Statt darauf zu warten, dass ihnen alles Gute einfach in den Schoß fällt, setzen sie ihre Chancenintelligenz ein: die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen – und zwar die richtigen! Klingt banal? Warum sind wir dann nicht längst alle Glückskinder? Hermann Scherer erzählt viele Geschichten von Menschen, die Chancen in scheinbar unbedeutenden oder gar ausweglosen Situationen gesehen und ergriffen haben. Zum Beispiel von Stefan Raab, der es vom Metzgerei-Lehrling zum medialen Multitalent gebracht hat. Oder von Cliff Young, der im Alter von 61 Jahren den 875 km langen Ultra-Marathon in Overall und Gummistiefeln lief und gewann. Und Scherer macht klar, was man über Chancen wissen muss: Sie liegen nie in der Zukunft, sie pfeifen auf Regeln und sie sind so alltäglich wie das Leben! “Die Sorte Glück, die ich meine, wenn ich von Glückskindern spreche, ist der Zustand des Glücklichseins, der nicht durch einen zufälligen Glückstreffer hervorgerufen wird, sondern durch eine Art zu leben, die einem ermöglicht, dauerhaft Chancen zu entdecken und zu nutzen. Um diese Glückskinder und ihren besonderen Chancenblick geht es in diesem Buch” sagt Hermann Scherer.

… Martin Sänger

Avatar-ZwiegesprächJa früher, früher war bekanntlich für viele Menschen alles Besser, nur stimmt das? Wie wir wissen, nennt man so etwas „Ansichtssache“. Wenn man genau hinhorchen könnte, wüsste man, dass die meisten Menschen genau wissen, dass sich das Leben in der Gegenwart abspielt, denn die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, selbst wenn wir es wollten. Was wir jedoch jederzeit ändern können ist unser Denken in der Gegenwart. Dieses Denken führt zu Ergebnissen in der Zukunft und diese scheint ja äußerst digital zu sein oder zu werden, was dem einen Angst macht und dem anderen neue Möglichkeiten erschließt. Fast jeder von uns der gerade jetzt diesen Beitrag liest, hat wahrscheinlich schon irgendeinen eigenen Account auf irgendwelchen sozialen Netzwerken, hat einen eigenen Blog oder ähnliches.

Der IT-Experte und Internetphilosoph Gunter Dueck glaubt zum einen an die Segnungen der Datennetze, die es möglich machen, dass mein Auto bald selbstfahrend Daten austauscht und so die Verkehrsströme optimiert werden, nur sieht er auch die Schwächen, denn in einem Interview mit der FR-Online sagte er, das manches wie bestimmte Arten der Bannerwerbung ziemlich nervig und somit kontraproduktiv sein können.

Martin Sänger, einer der arriviertesten Verkaufs-und Vertriebsprofis im deutschsprachigen Raum glaubt das derjenige, der die Psychologie hinter den sozialen Netzen, der neuen digitalen Freundschafts-, Beziehungs- und Kontaktwelt entschlüsselt und sie dann gezielt, z.B.  auf den Verkauf und auf seine tägliche Kommunikation anwendet, im Umgang mit den anderen Menschen und dem Kunden von morgen deutlich erfolgreicher sein wird als andere. Auch meiner Meinung wird es so sein, denn was ist denn ein „Chat“ ein „Post“ – es ist Kommunikation, nur mit dem Unterschied, dass es eben nicht von Mund zu Ohr geht. Es gibt schon jetzt sehr viele erfolgreiche Marken, die mehr Geld innerhalb ihres Marketings für Social Media Agenturen ausgeben als für reine Werbeagenturen und deren Printideen.

Nur, lieber Herr Sänger, warum macht sich eigentlich ein Vertriebs- und Verkaufsprofi Gedanken darum, dass Menschen ein Bild von ihrem Kaffee posten oder bei fremden Menschen „gefällt mir“ klicken, wenn diese sich über ein neues Messerset aufregen?

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Vor allem aus meinem eigenen Unverständnis heraus. Als ich vor knapp 4 Jahren von einem jungen Mann gefragt wurde ob ich nicht auf Facebook sei und dies verneinen musste, schaute er mich so verständnislos an, dass ich sofort bemerkte, dass ich hier etwas übersehe. Nachdem ich mich dann sofort bei Facebook und anderen social-networks angemeldet hatte, entdeckte ich viele Dinge, die ich erst einmal gar nicht verstanden habe. Ein markantes Beispiel haben Sie bereits erwähnt, das Bild von dem Kaffee den man gerade trinkt. Das verleitete mich dazu, hinter dieses Verhalten zu blicken. Ich wollte wissen, was die Menschen dazu bewegt das zu tun. Als Unternehmer und Verkaufstrainer stellte ich mir natürlich parallel dazu die Frage, wie man die Erkenntnis über dieses Verhalten gewinnbringend nutzen kann.

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Herr Sänger, ein ehrliches Bekenntnis zu einer anfänglichen Unwissenheit – was die sozialen Netzwerke betrifft – ist sehr sympathisch, jedoch auch bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen heute noch Fakt. Manche scheuen sich vor den Sozialen Netzwerken, einige können dem immer noch nichts abgewinnen, andererseits gibt es einige die Offensiv damit umgehen. Muss man als Unternehmer denn überhaupt in diesem Bereich mitwirken?

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Auf jeden Fall. Es ist aus meiner Sicht unverzichtbar, dass Unternehmer sich in diesen Medien bewegen. Der erste Grund dafür ist, dass das eigene Unternehmen bereits jetzt in den sozialen Netzen Erwähnung finden kann, ob man dabei ist oder nicht. Da ist es doch wesentlich besser, wenn ich mitbekomme, was so über meine Firma geschrieben oder diskutiert wird. Der zweite Grund ist, dass diese Medien eine sehr gute und direkte Interaktion mit den Kunden und Interessenten zulassen. Wofür ich früher teure Studien bezahlen musste, kann ich heute im Dialog über das Netz erfahren. Das sind grandiose Möglichkeiten, sehr wichtige Informationen zu erhalten. Was wünschen sich Kunden, was gefällt ihnen gut und womit sind sie unzufrieden, das alles wird einem quasi auf dem Silbertablett serviert. Die grundlegendsten Erkenntnisse habe ich in meinem Buch beschrieben aber die Details bekommt jedes Unternehmen nur, wenn es in den Netzen aktiv ist. Wichtig ist es auch zu erkennen, dass Social-Media Chefsache ist. Wenn ihr Unternehmen also keine eigene Pressestelle oder Kommunikationsabteilung hat, gehört dieses Thema in die Hände der Chefs. Hier geht es um offizielle Statements und Reaktionen die ihr Unternehmen repräsentieren, da sollte man nicht den Lehrling ranlassen, auch wenn der sich vielleicht sicherer in dieser Welt bewegt.

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Unternehmer/Inhaber von kleinen und mittelständischen Unternehmen sollen alleine Entscheidungen treffen, am besten auch in jedem Teilbereichs seines Unternehmens die Arbeit auch selber machen können, ein Teamplayer sein und gut mit seinen Mitarbeitern zusammen arbeiten können, er soll eigene Grenzen erkennen jedoch Visionen haben, er soll sozial gut vernetzt sein und gut Kommunizieren, er soll Detailorientiert arbeiten und trotzdem immer das große Ganze sehen, er soll Risikobereit sein und doch sicher agieren, er braucht Leidenschaft, Beharrlichkeit, Kreativität und Ausdauer und jetzt sagen sie, ganz klar, logisch nachvollziehbar begründet und unmissverständlich, dass er sich nun auch noch persönlich um Facebook, Google und Co. kümmern muss, dass Social Media Chefsache ist. Gibt es denn eine Möglichkeit der Gewichtung, wie viel Zeit oder welche Intensität muss er mit einberechnen?

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Dazu kann man leider keine pauschale Antwort geben. Es kommt auf die Zielsetzung an. Wichtig ist, zu bedenken, dass die sozialen Medien sehr schnelle Netzwerke sind. Insofern sollte man zumindest täglich einmal online sein um zu sehen, was sich dort tut. Wenn man mit diesem Thema anfängt, braucht man sicher etwas mehr Zeit um sich zurecht zu finden. Mit etwas Übung lässt sich das aber sehr gut auf ein paar Minuten am Tag reduzieren. Es gibt auch gute Software, mit der man seine Postings auf Termin setzen kann so dass man nicht täglich daran denken muss. Hiermit kann man zum Beispiel einen kompletten Monat durchplanen und muss sich dann nicht mehr großartig um neue Ideen kümmern. Allerdings sollte man schon schauen, was sich eventuell unter den jeweiligen Postings für Diskussionen oder Fragen entwickeln und darauf sollte man auch reagieren. Wichtig ist, nahezu jede dieser aktuellen Plattformen ist eine Kommunikationsplattform, insofern sollte man auch kommunizieren.

Wenn sich diese Kommunikationsform für den Nutzer jedoch als gutes Mittel zur Kundengewinnung zeigt, dann lohnt es sich auch mehr Zeit pro Tag mit der Pflege und dem Austausch zu verbringen.

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Wenn sie meinen, man solle Postings beobachten und auch die sich daraus entwickelnden Diskussionen – solange alles Positiv ist, ist ja soweit auch alles gut, jedoch kann es natürlich auch negative Postings geben, in welcher Form sollte man darauf reagieren?

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Bei negativen Kommentaren oder Anmerkungen ist es besonders wichtig schnell zu reagieren. Hierbei ist vor allem zu beachten, dass man als Unternehmen, niemals in eine Rechtfertigung einsteigt. Denn, egal ob sie Recht haben oder nicht, die Netzgemeinde wird immer zu dem vermeintlich schwächeren halten und das ist immer der Kunde bzw. die Einzelperson. Auf diese Weise schaukelt sich ein Negativkommentar sehr schnell zu einem sogenannten Shitstorm hoch. Ideal sind Reaktionen nach dem Motto „Vielen Dank dass Sie uns gleich informieren, wir möchten dieses Thema sehr gerne in Ihrem Sinne mit Ihnen lösen, bitte rufen Sie uns an…“ Natürlich kann man auch auf den Mailweg verweisen oder man bittet den enttäuschten Kunden dass er seine Telefonnummer per Kurznachricht schickt damit sich jemand bei ihm melden kann usw. In jedem Fall sollte man darauf eingehen und nicht versuchen das abzubügeln.

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Was sollte man denn als Chef tun, wenn man feststellt, dass mir das Internet, besser gesagt die sozialen Netzwerke wirklich Kunden bringt, bleibt es dann Chefsache, oder wird es dann zu einer Mitarbeitersache?

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Wenn ich erkenne, dass diese Medien für mich sehr erfolgreich sind, dann kann ich natürlich, je nach Firmengröße, einen oder mehrere Mitarbeiter ransetzen. Trotz allem würde ich als Unternehmer den Mitarbeitern erstmal keinen Freibrief geben alles zu posten oder zu twittern, sondern gerade am Anfang dieses Thema hautnah begleiten. Mit etwas Erfahrung und vor allem klaren Befugnissen der Mitarbeiter, ist es natürlich möglich, sich auch als Chef mehr und mehr zurückzuziehen.

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Herr Sänger, sie sind bekannt als sehr humorvoller Mensch. War es jemals im Gespräch, dass sie für das Cover ihres Buches „Social Media Vertriebscode – GEKNACKT» – Was Unternehmen von Facebook & Co. lernen sollten.“ als Panzerknacker zu sehen sein sollten?

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Wie so oft im Leben, entstand das aus einer lustigen Idee heraus. Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass man auch im beruflichen Kontext seinen Humor bewahrt und auch über sich selbst lachen kann. Das ist wesentlich entspannter als die Verbissenheit die ich mancherorts vorfinde. Deshalb habe ich auch spontan zugesagt, dieses Cover so umzusetzen. Spannenderweise zeigen vielen Menschen, dass sie entspannt und mit Humor erfolgreicher sind als die harten Arbeiter, die sich immer weiter antreiben. Auch in den sozialen Netzen ist deutlich zu erkennen, dass wir Menschen sehr gerne lachen, sogar wir Deutschen! In meinem Buch habe ich auch versucht, locker und mit einem Augenzwinkern zu schreiben weil ich selbst solche Bücher wesentlich lieber lese als trockene Fachliteratur.

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Presse02kleinschattenMartin Sänger ist Speaker, Entertainer und Augenöffner. Er begeistert sein Publikum mit seiner sympathisch dreisten Art, Dinge auf den Punkt zu bringen. Durch seine humorvolle Rhetorik versteht er es wie kaum ein anderer, sein Publikum auch für die Umsetzung eher unbequemer Themen zu motivieren. Die geniale Einfachheit, mit der er auch teilweise komplexe Zusammenhänge darstellt, nimmt seinen Zuhörern automatisch die Angst vor einer Veränderung. Wenn Sie also bei Ihrer Veranstaltung anstelle eines „Irgendwie hat man das alles schon einmal gehört“ lieber ein „Ich kann es kaum erwarten loszulegen“ als Feedback möchten, dann ist ein mitreißender Vortrag von Martin Sänger genau die richtige Wahl.

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GEKNACKT – der social-media Vertriebscode
Was Verkäufer & Unternehmen von Facebook & Co. lernen sollten
Ein Vertriebsbuch auf der Basis von social-media
Cover-finalschattenKein Zweifel, die sozialen Netze sind extrem erfolgreich. Wer in 8 Jahren knapp 900 Millionen Menschen dazu bringt, ständig mit dem Unternehmen verbunden zu sein, der muss etwas sehr richtig machen. Was steckt dahinter? Was verbirgt sich hinter dieser „Facebookmanie“? Aber vor allem ist spannend, warum sich die Nutzer bei Facebook, XING, LinkedIn oder google+ so verhalten, wie sie sich verhalten. Was macht den Reiz aus, die Welt wissen zu lassen, dass man gerade im Stau steht? Zu welchem Zweck dient denn der „gefällt mir“ Button? Und warum um Gottes Willen muss jeder wissen was ich gerade esse?
Keine Angst, das ist kein Buch wie man die sozialen Netze benutzt, das finden die User sehr schnell selber raus, auch wenn dem einen oder anderen mancher Sinn verborgen bleibt. Aber wer die Psychologie dahinter entschlüsselt und sie dann gezielt zum Beispiel auf den Verkauf und auf seine tägliche Kommunikation anwendet, der wird im Umgang mit dem anderen Menschen und dem Kunden von morgen deutlich erfolgreicher sein als andere.
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Durch anklicken der Bilder werden sie zum einen automatisch auf die Homepage von Martin Sänger weitergeleitet und zum anderen auf die Bestellseite von Amazon

 

Zwiegespräch mit Jonny Hofer

Profilbild-FB-Ziweg-1Immer wieder ist es mir in den letzten Jahren passiert, dass Freunde, Klienten, Kunden, Bekannte, Social Media Freunde/Bekannte usw. mich auch nach Meinungen anderer mir bekannter Personen befragt haben. Die Hauptbegründung war oft einfach, die/den kennst du doch – erzähl mal, was hat …

Darüber reden was andere denken oder glauben sagen zu haben, ist eine Sache die ich nicht möchte, denn Kommunikation ist dann die Beste, wenn sie direkt geschieht – also nicht über, sondern mit!

Da es jedoch stimmt, dass ich manche Menschen kenne, die bei anderen ein großes Interesse wecken, habe ich beschlossen diese Situation zu nutzen und direkt mit diesen Personen zu kommunizieren, ihnen Fragen zu stellen, wie sie an mich herangetragen wurden, oder wie sie vielleicht von vielen anderen gestellt würden. Andererseits sollte es auf keinen Fall diese typischen sterilen Frage-Antwort-Interviews ergeben und so entstand das Zwiegespräch mit Jonny Hofer 🙂
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Tvfs8s6von0&w=853&h=480]
Geplant ist es von meiner Seite aus, jede Woche ein solches Zwiegespräch mit den verschiedensten Personen aus allerlei Bereichen des öffentlichen Lebens und auch verschiedenen Ländern zu führen. Parallel dazu stelle ich langfristig per Video Dinge vor, deren Ursache oft den Bekanntheitsgrad dieser Personen ausmacht, wie Bücher, CD´s, Bekleidung, Getränke etc.

Die Seite wird sich nur auf die Zwiegespräche und den damit Zusammenhängenden Bereichen beschränken und dauerhaft auch auf englisch zu lesen sein.

Ich wünsche viel Spaß beim lesen und  sehen

und einen

gehirn-konformen Tag

Jonny Hofer