… Michael Jagersbacher

Avatar-ZwiegesprächKennen sie die französischen Moralisten? Nein, nun – das tun die wenigsten.

Vor allem da es keine deutschsprachige Entsprechung dieser Textgattung gab. Die Moralisten des 16., 17., und des 18. Jahrhunderts wollten innerhalb eines Essays menschliches Verhalten beschreiben und analysieren. Einer der wohl bekanntesten unter ihnen war François de La Rochefoucauld. Der am 15 September 1613 in Paris geborene Adlige nahm als Offizier an verschiedenen Feldzügen teil und kam auch nicht umhin sich in verschiedene Intrigen der damaligen Zeit hineinziehen zu lassen. Es kam sogar soweit, dass er 1652 für rechtlos erklärt wurde und sich in das damals österreichische Luxemburg zurückzog.

Nachdem er seinen Frieden mit Ludwig dem XIV machte ging er wieder nach Paris, um sein Interesse für das menschliche Individuum, sein Verhalten und die Psychologie zu stillen. Mit seiner Sammlung pointierter Geschichten über die Natur des Menschen „Réflexions ou Sentences et maximes morales“,  begründete er 1664 seinen Ruf als philosophischer Schriftsteller und Vorreiter der Autoren, welche die Menschen und Gesellschaft der damaligen Zeit reflektierten.

Die Idee das menschliche Verhalten zu erklären und zu analysieren, nur in einer leicht lesbaren und somit verständlichen Form ist seitdem immer versucht worden, jedoch selten gelungen. Manchmal jedoch gibt es Bücher, die einem das Gefühl geben, dass es ab und zu dann doch gelingt, wie zum Beispiel in dem Buch „Sympathie Code“ von Michael Jagersbacher.

michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-6Herr Jagersbacher, sie mussten keinen Umweg über ehemals österreichisches Gebiet machen um sich für die Natur des menschlichen Individuums zu interessieren. Was brachte sie dazu?

Nun, das Interesse an der Auseinandersetzung mit der „Natur“ des Menschen scheint in uns angelegt zu sein. In meinem speziellen Fall gab es einige Wendepunkte in meinem Leben, die mich dazu veranlassten, mich näher mit dem Thema Kommunikation zu beschäftigen. Erstmal richtig bewusst wurde mir die Macht der Kommunikation in meinem Studium der Pädagogik in Graz. In diesem glänzte ich regelmäßig mit unterdurchschnittlichen Vortragskompetenzen. Zuweilen war es sogar peinlich. Ich beherrschte jegliche Inhalte, die es zu bearbeiten galt, jedoch konnte ich diese schwer vermitteln. Schon gar nicht auf der Bühne vor mehreren Menschen.

Gegen Ende meines Doktoratsstudiums begann ich – leider viel zu spät – mit einer professionellen Ausbildung zum Fach-, Verhaltens- und Wirtschaftstrainer. Diese Ausbildung kitzelte meine Fähigkeiten auch vor Publikum zu bestehen derart heraus, dass ich von der Ausbildungsfirma einen Vertrag als Trainer erhielt. Dabei ging es um die Motivation arbeitsmarktferner Personen. Ein Job, der nicht hoch angesehen war, doch ich wollte meine kommunikativen Fähigkeiten testen. Immer besser gelang es mir, auch unmotivierte Menschen, in meinen Bann zu ziehen. Deshalb bekam ich auch immer schwierigeres Klientel zugeordnet. Doch meine Techniken bestanden auch hier – beinahe – jede Prüfung. Nachdem ich 2012 eine eigene Firma im Bereich Verkauf gründete, motivierte mich der in Deutschland sehr bekannte Vortragsredner und Coach Ilja Grzeskowitz, ein Buch zu schreiben. Das war der Beginn der Recherche für mein Buch: „Der Sympathie-Code. Wie Sie andere für sich gewinnen!“. Und dies war nur der Beginn einer spannenden Reise.

In ihrer ersten Antwort bemerkt man bereits, dass sie leben, was sie sagen! Beim lesen ihres Buches sind mir sehr schnell zwei Punkte aufgefallen:

Zum einen erwähnen sie dort „ihre“ Philosophien (wobei sie uns in ihrer ersten Antwort ganz bescheiden verschwiegen haben, dass sie auch das Magisterstudium der Philosophie abgeschlossen haben) und zum zweiten, dass Selbstreflexion die Vorrausetzung Nummer 1 sei erfolgreich zu werden.

Durch den bewussten Hinweis auf „ihre“ Philosophien lassen sie sofort einen möglichen erhoben Zeigefinger verschwinden um kurz darauf klar und deutlich zu machen, dass Selbstreflexion nichts für schwache Nerven sei – ganz der Pädagoge! Nun ist das Buch unterhaltsam geschrieben und verweist unter anderem durch QR Codes (daher ist die Nutzung eines Mobiltelefons während des Lesens durchaus erwünscht) auch auf andere Medien zur Unterstützung der Thematik. Haben sie diesen Mix verschiedener Medien aus ihrer Vortragsarbeit bewusst übernommen oder war es eher ein pragmatisch-philosophischer Einfall?

Die Verwendung der QR-Codes ergibt sich einfach aus meiner Arbeitsweise. Ich liebe die Vielfalt. Ein gutes Buch kann ebenso Wunder bewirken in der persönlichen Weiterentwicklung, wie ein gutes Video. Beide Elemente sind für mich gleichberechtigt. Und da ich auch Anschauungsmaterial liefern wollte, kam mir diese Idee in den Sinn. Der Verlag zeigte sich auch offen für diese Vorgehensweise.

Aber es hat auch tatsächlich etwas mit meinem Unterrichtsstil zu tun. Ich bin jemand, der versucht, Menschen auf mehreren Ebenen anzusprechen. Insofern ist es für mich von außerordentlicher Bedeutung, dass meine Kunden nicht nur lernen, sondern auch begeistert werden von einer Sache. michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-5Meine Frau meint, ich sei oftmals wie ein kleines Kind, wenn mir eine Idee einfällt, die ich sofort umsetzen möchte. Da wird gedanklich sofort „herumgespielt“, da wird einfach Energie frei, weil ich Begeisterung spüre. In meinen Augen bringt Lernen ohne Begeisterung für die Sache recht wenig. Und ich als Autor, Coach oder Trainer habe die Aufgabe, diese „Flamme“ der Begeisterung zu entfachen und bei Laune zu halten. Ich finde es absolut toll, wenn sich Menschen für etwas begeistern können, wie kleine Kinder. Das ist Leben, das ist Weiterentwicklung für mich.

Ralph Waldo Emerson sagte einst: „Nichts Großes ist je ohne Begeisterung geschaffen worden“, was ihrem Motto ja sehr nahe kommt. Ihre Begeisterung spürt man auch sehr stark in ihrem „Parallelberuf“ als Unternehmer. Ich erwähne das voller Respekt, denn für mich ist ein Trainer/Coach/Autor noch glaubwürdiger für seine Kunden, wenn er selbst den Nachweis erbringt, dass seine „Philosophien“ nicht nur theoretisch sondern auch im realen Leben, an der Front, funktionieren. michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-16Wie kommt man denn eigentlich auf eine solche – wie meine Mutter sagen würde – „spinnerte Idee“ und steigt in die segelnde Handelsschiffahrt ein?

Das zu erklären, fällt mir auch relativ schwer. Aber genau das ist dieser Begeisterungsfunke in mir, wird dieser geweckt, dann gibt es kein Zurück mehr. Wir schrieben das Jahr 2012 und ich war als Trainer, der 38 Stunden und mehr vor Publikum stand unzufrieden mit meiner Situation. Zu viel Theorie, zu wenig Handlung. Da ich glaube, dass das Leben ein „Verkaufsgespräch“ ist, war es für mich völlig klar, die unternehmerische Herausforderung anzunehmen. Der Kapitän des weltweit einzigen Segelhandelsschiffes ohne Motor – die Tres Hombres – suchte für den österreichischen Markt jemanden, der diese fantastische Geschichte weitererzählt und Kunden gewinnt. Mein heutiger Geschäftspartner brachte mir die Geschichte näher. Wir kauften uns 2 Flaschen Rum, direkt vom Schiff und versuchten diesen zu verkaufen. Aus den 2 Flaschen wurden dann schnell 2 Kisten. Aus den 2 Kisten wurden dann 2 Palletten und mittlerweile ist der österreichische Markt der europaweit größte von Tres Hombres Produkten. Ich bin sehr stolz darauf, dies geschafft zu haben mit meinen nun 2 Geschäftspartnern. Es zeigt aber auch sehr deutlich, dass ich weiß, wovon ich rede und die verschiedenen, von mir beschriebenen Strategien nicht nur auf Papier, sondern auch in der Realität funktionieren.

Jetzt aber mal ganz unter uns: Spielte da nicht auch eine gewisse Seeräuber-Kindergeschichten-Romantik mit? Also ich, als bekennender Fan des Schwarzen Piraten muss schon sagen, dass ich mit den Erlebnissen des Piraten im Kopf beim ersten Probieren des Tres Hombres Ron Dominican Premium– 18 años schon eine Insel im karibischen Meer vor meinem geistigen Auge hatte, wild, voller Kakaobäume – mindestens 12 Meter hoch, einen Strand mit Palmen! Ich sehe mich in einem selbstgebasteltem Bambusstuhl und einen Jaguar auf einem weit entfernten dicken Ast sitzend, meine Muskete und mein Degen neben mir. Der Rum ist würzig und süß zugleich – ach was für ein leben ….

Geht ihnen so etwas nicht im Kopf herum?

michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-4Ganz ehrlich? Nein überhaupt nicht. Mich faszinierte viel eher der Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekt. Darüber hinaus natürlich auch die unternehmerische Herausforderung, eine Marke aufzubauen und meine Verkaufsfähigkeiten massiv zu verbessern. Dies treibt mich auch heute noch an. Nun bin ich Vater zweier Kinder und denke bei jedem meiner Schritte nach, wie nachhaltig diese sind und wie man Dinge so optimieren kann, dass sie nachhaltig in unser Leben integrierbar sind.

Jedoch sind viele meiner Kunden Segler und unterstützen die Geschichte aus der romantischen Sichtweise. Doch das Tres Hombres Projekt wächst beständig weiter. Mittlerweile haben wir ein 2. Segelschiff ohne Motor (Nordlys), welches Waren innerhalb Europas transportiert. Romantisch und nachhaltig. Für diese Sache engagiere ich mich gern.

Romantisch und nachhaltig – eine gute Kombination!

Ich durfte als Kind in der nähe meines Geburtsortes El Paso ab und zu bei Nachfahren des Jumano-Volkes (es gibt dieses Indianervolk heute nicht mehr, bedingt durch Krankheiten, Kriege etc. zudem wurden die wenigen verbliebenen von anderen Indianer-Stämmen/Völkern aufgenommen, z.B. den Apache, den Pueblo) und habe dort von einem der „Ältesten“ einen aus einer Tageszeitung (für die weiße Bevölkerung) herausgerissenen Zettel bekommen, der mich mein Leben lang begleiten sollte.

michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-3Er sagte mir dazu: „Wenn sich die Weißen doch einfach nur daran halten würden, vielleicht kannst du es!“ (nachfolgend die deutsche Übersetzung)

„Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur…“

Als 7-Jähriger verstand ich es nicht und fand die abendlichen Gespräche innerhalb der Gruppe viel interessanter und ich erinnere mich, dass die „Ältesten“ den Alkohol als solches verteufelten, allerdings Mezcal und Rum tranken (jedoch meistens nur einen kleinen Tonkrug). Es ging ihnen um die Entspannung, denn die dafür früher von Indianern genutzten Kräuter waren zu der Zeit verboten.

Gestern habe ich mir den Zettel noch mal aus meiner Texasmappe (ich nenne sie halt so) geholt und mich daran erinnert. Da empfand ich es als einen sehr guten Zeitpunkt mal einige Produkte von Tres Hombres zu probieren.

Lieber Herr Jagersbacher sie verstehen, wenn ich auch teste worüber ich schreibe?
Mein Favorit war relativ schnell der Tres Hombres Oro – La Palma – 18 añosmichael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-7michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-19 in Verbindung mit der Tres Hombres Schokolade (40% Kakaogehalt), meine Frau dagegen kam zu einem ganz anderen Entschluss. Ihr Favorit war der Tres Hombres Ron Dominican Premium – 18 años michael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-18in Verbindung mit der Tres Hombres Schokolade (75% Kakaogehaltmichael-jagersbacher-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-17). Ich denke, es haben ihr einfach die gecrushten Kakaobohnen angetan. Wie schalten sie denn nach einem anstrengenden Tag als Trainer/Coach/Vortragsredner ab?

Freiwillig schalte ich ganz selten ab. Wenn ich im Arbeitsmodus bin, bringen mich nur meine beiden Kinder da raus. Wenn diese dann im Bett sind, widme ich mich wieder der Betreuung meiner Coachingklienten, tüftele an neuen Kommunikationsmodellen oder schreibe Bücher. Demnächst erscheinen meine nächsten beiden Werke. Ich bin schon sehr gespannt, was die Zukunft so für mich bereithält.


 Michael Jagersbacher

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Der Akademiker

In Graz absolvierte er das Magister- und Doktoratsstudium der Erwachsenenbildung. Darüberhinaus studierte er das Magisterstudium der Philosophie. Nach seiner akademischen Laufbahn widmete er sich der Umsetzung seines theoretischen Wissens in die Praxis. Im Zuge dessen ließ er sich zertifizieren zum Fach-, Verhaltens- und Wirtschaftstrainer. Seitdem leitete er hunderte Seminare.

Der Autor

Im Jahr 2014 beschloss er, sein Wissen im Bereich der Sympathiegewinnung schriftlich festzuhalten. Für ein sympathisches Werk wurde schnell ein sympathischer Verlag (Goldegg) gefunden. Seit März 2015 ist dieses außergewöhnliche Werk im gut sortierten Buchhandel erhältlich.

Der Trainer

Als zertifizierter Fach-, Verhaltens- und Wirtschaftstrainer begeisterte bereits mehr als 5000 TeilnehmerInnen in seinen Trainings. Motivation, Kommunikation, Verkaufsgespräche und Selbstpräsentation sind seine Kerngebiete. Ausgetretene Pfade werden schonungslos ignoriert!

Der Unternehmer

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Christian Knonbauer, gründete er 2012 die Tres Hombres GmbH. Seit 2013 ist Österreich der mit Abstand größte Absatzmarkt von Tres Hombres Produkten in Europa (www.treshombres.at). Alle Methoden sind hundertfach in der Praxis erprobt.


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[youtube https://www.youtube.com/watch?v=yZ1LJMuYVuM?list=FLmWLLiUXMhivIEYZ0s0H2EA]

Christian’s Mobile
(Straden)

+43 660 42 94 094

Mike’s Mobile
(Leibnitz)

+43 660 35 34 611

Gerald’s Mobile
(Graz)

+43 676 84 84 83 841

… Jan von Berg

Avatar-Zwiegespräch„Krankheiten“ so sagte einst Hippokrates „befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor.“

Fast Zweitausend Jahre ist es her, dass der berühmteste Arzt des Altertums dies sagte. Was glaubt man heute?
Hat sich das bestätigt oder ist es Unsinn.
Wenn sie manchem Wissenschaftler glauben – dann eher Unsinn, wobei, wenn sie Fachärzte und Betroffene befragen passiert es häufig, dass man ihnen dieses Zitat von Hippokrates eher bestätigt.
Wenn es denn wirklich so ist, dass Krankheiten sich mehr oder weniger nach einem „Stau entladen“, müsste es doch Möglichkeiten geben, diesen Stau zu beseitigen.
Viele Experten von Prof. Dr. phil. Gerhard Huber bis hin zu Dr. Ulrich Strunz weisen darauf hin, das zumindest die lateinische Redewendung – knapp 2000 Jahre jung – „Mens sana in corpore sano“ übersetzt „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ seine Richtigkeit hat.
Ist also Sport der alles entscheidende Faktor? Wahrscheinlich nicht, denn es gibt zu viele gut trainierte Menschen, die auch die verschiedensten Krankheiten erleiden mussten und müssen.
Was ist es dann?
Persönlichkeiten wie der weltweit anerkannte Begründer des Instituts für Hypnoseforschung, Erhard F. Freitag hat selbst die Erfahrung gemacht an Krebs zu erkranken und ihn zu besiegen. Was war seine größte Hilfe in der Krankheit, vor allem in der Heilung? Er sagt es ganz klar, seine Gedanken.
Er geht davon aus, dass seine Gedanken nicht nur für die Heilung zuständig waren, sondern auch im Vorfeld schon mitverantwortlich dafür, dass die Krankheit überhaupt erst ausbrechen konnte.
Nun sind wir also wieder am Anfang.
Versuchen wir es also mit Platon, bei dem Körper und Geist eine untrennbare Einheit darstellt oder wir bleiben in der Gegenwart und befragen jemanden, der sich damit auskennt, mit den Wirrungen und Verwirrungen der Gedanken.
Herr von Berg, was macht denn unsere Gedanken so mächtig, dass man sie sogar für körperliche Krankheiten verantwortlich macht?

Nun, aus meiner Sicht stellen unsere Gedanken die Grundlage unserer Existenz dar. Ein gläubiger Mensch würde vielleicht sagen, dass die Gedanken als „göttlicher Funke“ die Schöpfungskraft in uns darstellen.
Alles was es in uns denkt hat die Tendenz sich auch in äußerer Realität zu verfestigen. Die einen nennen das „Das Gesetz der Anziehung“ andere gehen vielleicht etwas pragmatischer heran. Die schulmedizinischen Kollegen würde wohl
lieber Formulierungen wie „Selbsterfüllende Prophezeiung“ oder auch Placebo bzw. Nocebo-Effekt nutzen.

Ehrlich gesagt, ist es mir weitgehend egal, wie wir es bezeichnen. In meiner Arbeit stelle ich einfach fest, dass Menschen etwas bestimmtes denken und ihre Aufmerksamkeit darauf fokussieren. Und genau das, was wir auf diese Weise mit unserer Energie versorgen, wird genährt. Daher ist es für mich auch sehr gut nachvollziehbar, dass es – bezogen auf körperliche Erkrankungen – sowohl Verschlimmerungen wie auch vollständige Heilungen geben kann. Und gerade von letzteren hören wir doch immer wieder. Da gibt es immer wieder Menschen, die an Krebs erkranken und nach einer gravierenden Veränderung ihrer mentalen Programm vollständig regenerieren. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: ich würde nie behaupten, dass auf diese Weise grundsätzlich immer einer Heilung möglich ist. Wenn es aber „immer mal wieder“ geschieht, sollte ich die Mentalarbeit in jedem Fall in die Therapie einbeziehen.

Da Ihr Unterbewusstsein im Normalfall dafür sorgt, dass ihr Körper einwandfrei arbeitet, ist sicher auch eine Unterstützung seelischer und körperlicher Heilungsprozesse möglich. Das ist meine feste Überzeugung.

Soviel ich weiß unterstützen sie auch das Charity Projekt „Stark gegen Krebs“. Geht es dabei auch darum, genau dieses Thema in den Vordergrund zu rücken oder zumindest bekannter zu machen, denn immer wenn meine Frau Rosemarie in Interviews beginnt ( VITA – Einfach leben, im Interview mit einer bemerkenswerten Frau ) von einer Hypnosetherapie bei Krebspatienten zu erzählen, gibt es häufig eigenartige Gesichter oder man äußert sich direkt negativ dem Thema gegenüber.

Ein lieber Freund, Dr. Bernd Schmude, ist der Vorsitzende des „Stark gegen Krebs e.V.“. Er ist selbst Betroffener und wäre laut damaliger Prognose bereits seit vielen Jahren tot. Ich freue mich aber sehr, dass er, ganz im Gegenteil, sehr lebendig ist und andere Betroffene im Rahmen von Vorträgen aufrüttelt, nicht den Mut zu verlieren. Selbst er als Schulmediziner vertritt dabei die Meinung, dass der eigene Glaube an die Genesung eben diese unterstützt.

Und genau da unterstütze ich auch den Verein: ja, ich werbe für einen bewussten Umgang mit dem Unbewussten. Das kann einem niemand abnehmen. Es geht darum, selbst an seinem Inneren zu arbeiten und diese „innere Instanz“ für die Heilung mit an Bord zu nehmen.

Im August 2013 habe ich hierzu meinen Vortrag bei den 5. Brunsbütteler Krebsinformationstagen halten dürfen. Skeptische Gesichter habe ich auch da gesehen. Allerdings nur VOR dem Vortrag. Danach sah das schon anders aus. Ich weise aber auch immer darauf hin, dass ich niemandem meine Sichtweise aufdränge. Aber sind wir ehrlich: unsere Gedanken sind zunächst einmal immer Vorstellungen. Halluzinationen, wenn Sie wollen. Und wenn wir schon halluzinieren, dann darf es auch gerne etwas Positives sein.STARK_LOGO

Und wenn nur ein einziger Zuhörer etwas für sich mitnimmt und seine Situation sich dadurch verbessert, dann hat sich mein Einsatz bereits gelohnt…

„… wenn wir schon halluzinieren, dann darf es auch gerne etwas Positives sein“ ist ein Stichwort-Satz, welcher mich an weitere Vorgänge des Denkens erinnert. Krankheiten, Krankheitsbilder, die heute in jedem Medium vorkommen sind Burnout und Depression. Als Außenstehende können viele Menschen weder die Krankheitsbilder richtig verstehen und somit auch nicht den Erfolg einer Hypnosetherapie bei den Betroffenen und Betroffene haben meist nicht mehr die Hoffnung dass die Hypnosetherapie ihnen helfen kann, da sie ja fest davon überzeugt sind, dass alles was ihnen geschieht, nicht zu ändern ist. Wie begegnen sie diesen Menschen?

Ein guter Hinweis – es ist tatsächlich häufig so, dass dieses „bei mir klappt das ja eh nicht“ vorhanden ist. Das macht ja depressive Störungen gerade aus. Allerdings ist es meist auch so, dass die Menschen auch gleichzeitig den Wunsch nach einem besseren Leben haben. Und dieser Wunsch motiviert sie, sich bei mir zu melden. Natürlich sind da oftmals auch falsche Vorstellungen zur Hypnose im Hintergrund, z.B. die latente Hoffnung, dass mit einem Schnipp das Problem gelöst ist. Dem ist meist nicht so. Zumindest bei den angesprochenen Themenfeldern. Wobei ich die Formulierung „Burnout oder Depression“ so nicht ganz passend empfinde. Burnout ist ja kein Krankheitsbild – eher ein Syptomkomplex, zu dem geistige und körperliche Erschöpfungszustände, Ängste und eben auch Depressionen zählen können.

Auf die Frage, wie ich den Menschen begegne, kann ich nur antworten „Wie jedem anderen auch“. Das heisst: wertschätzend-annehmend, mit Akzeptanz, Ruhe und der Aussage, dass im Moment erstmal alles so ist, wie es ist. Die meisten Betroffenen kämpfen ja täglich mit sich und ihrem Zustand. Oder haben vom Umfeld den Hinweis bekommen „Du musst kämpfen“. Ich bemühe mich, diesen Kampf direkt zu Beginn der Arbeit in ein achtsames „Aktiv-werden“ zu verändern. Nicht müssen, sondern dürfen. In vielen Fällen führt bereits dieses Umbenennen zu einer deutlichen Erleichterung der Gesamtsituation. Es sind meist die kleinen Dinge, die große Wirkung erzeugen.

Menschen auf sich, auf ein Thema aufmerksam zu machen verbindet man sehr oft auch mit Geschichten. Geschichten in Form von Anekdoten, in der sich diese in irgendeiner Form wieder finden können – im Regelfall erreicht man so die Menschen intensiver. Wie läuft sowas in der Hypnose ab, denn irgendwie müssen sie ja auch an den Menschen herankommen.

Da gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen: grob unterscheiden können wir die direkte und die indirekte Hypnose.

Bei der direkten Form wird die Trance formal eingeleitet. Das kennen viele Menschen, weil sie es z.B. bei einer Showhypnose gesehen haben. Hierbei wird oft mit Fixationen gearbeitet, d.h. der Klient fixiert ein Pendel, einen Finger oder etwas anderes. Dann werden Suggestionen angeboten und an die weiteren Reaktionen des Klienten angepasst. Der geht dann immer tiefer und tiefer in Trance. Natürlich gibt es hier eine Vielzahl anderer Vorgehensweisen, aber grob gesagt ist dies eine Form der direkten Vorgehensweise.
Der Vorteil ist, dass hierbei oftmals sehr tiefe Trancezustände erreicht werden.

Die indirekte Hypnose oder auch Erickson´sche Hypnose, wurde von einem amerikanischen Hypnosetherapeuten (Milton H. Erickson) entwickelt und setzt eher auf den Einsatz von Geschichten, Metaphern und Analogien. Hierbei wird der bewusste Verstand des Probanden durch eine spezielle Sprachführung weitgehend umgangen. Das Unterbewusstsein nimmt die eingebetteten Suggestionen auf und setzt diese auch meist zeitnah um. Eine sehr angenehme Form der Hypnose.

Beide Formen der Hypnose sind hochwirksam und deren Einsatz sollte vom Therapeuten an den jeweiligen Klienten angepasst werden.
Beachtet werden sollten jedoch auch immer die Vorstellungen des Klienten zur Hypnose und das jeweilige Setting:

– Wenn ein Klient meint, dass da jetzt sehr direkte Formulierungen kommen müssen, damit „das“ bei ihm wirkt, dann sind sanfte Geschichten eher fehl am Platz.
– Ebenso ist eine Schnellinduktion oder Blitzhypnose bei einem Patienten mit Panikstörung eher kontraproduktiv.
– Beim Zahnarzt wird auch meist eine direkte Form eingesetzt, da hier a) der Zeitfaktor eine Rolle spielt und b) der Patient meist froh ist, wenn er „weg“ ist 🙂

Eine gute Hypnose sollte sich also immer am Klienten ausrichten: an seinen Erwartungen, an seinen Vorbehalten und an seinen Reaktionen.

Herr von Berg, sie sind Therapeut, Coach, Redner und Unternehmer, sie bieten Aus-und Weiterbildungen an usw.; wenn sie meinen, dass man die Hypnose immer individuell an dem Klienten ausrichten soll, wie richten sie denn ihre doch eher knapp bemessene Freizeit oder private Zeit aus, denn als Ehemann, Vater und Person des öffentlichen Lebens – so kann es schon sagen, wenn jemand in den verschiedensten Medien präsent ist – dessen bekennendes Ziel ist, sich immer persönlich weiterzuentwickeln und ein besserer Mensch zu werden?

Alles eine Sache der Organisation – das „wie“ vermittle ich übrigens auch in meinen Coachings und Seminaren für Unternehmer 🙂

Im Ernst: das, was ich mache, bereitet mir Freude. Es ist schön, Menschen bei persönlichen Veränderungen zu begleiten.
Und die Pflichtaufgaben, die jeder kennt, die fallen dann nicht mehr so ins Gewicht. Ich fasse das gerne unter dem Begriff „Lebensoptimierung“ zusammen. Bewusst machen, was einem gut tut – und dann mehr davon ins Leben zu bringen.

Und genau das setze ich auch in meinem eigenen Leben um. „Memento mori“ – die eigene Vergänglichkeit macht uns deutlich, dass wir die Zeit nutzen sollten. Das ist meine persönliche Überzeugung. Und das meine ich durchaus förderlich und aufbauend.
Meine Kinder, mein familiäres Umfeld, meine Freunde und Hobbies – aber eben auch meine erfüllende berufliche Tätigkeit sind für die Motivatoren in meinem Leben. Ich liebe die Freiheit, selbst über die Verteilung meiner Zeit zu entscheiden. Das macht mich glücklich.
Ach ja – bei aller Aktivität habe ich einen wichtigen Tipp: ich selbst achte auf ausreichend Erholungsphasen. Mal ein Moment „in Gedanken“, regelmäßige Selbsthypnose oder ein gutes Buch wirken Wunder und beugen einem vorzeitigen Ausbrennen vor. Ganz nach dem Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft!“

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Zwiegespräch-mit-Jan-von-Berg1Jan von Berg

Hypnotiseur | Hypnosetherapeut (Heilpraktiker für Psychotherapie)

Business- und Management-Coach

Vortragsredner

 

Jan von Berg hypnotisiert seit 20 Jahren – seit über 10 Jahren hauptberuflich. Mit seiner Arbeit ist er auch immer wieder als Veränderungs-Profi in den Medien vertreten (RTL, Pro7, WDR, COSMOPOLITAN…). Aufgrund seiner fachlichen Expertise und seiner langjährigen praktischen Erfahrung als Coach und Therapeut zählt er heute zu den renommiertesten Hypnotiseuren und Coaches im deutschen Sprachraum. Als Hypnosetherapeut und Coach begleitet er seit vielen Jahren Menschen bei ihren beruflichen und privaten Veränderungsprozessen. Zudem begleitet er sensible Change-Prozesse in Organisationen (Firmen, Verbänden etc.). Als Redner gibt er Informationen rund um die Nutzung des Unterbewusstsein weiter. Seine Besonderheit: er vermittelt das Wissen informativ und unterhaltsam – für jeden verständlich und somit nützlich. Zwiegespräch-mit-Jan-von-Berg2

Berufliche Entwicklung

Jan von Berg absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann, parallel schloss er eine Rettungsdienstausbildung erfolgreich ab. Danach folgte er seinen Interessen und lernte weiter… Unter anderem folgten diverse Hypnose- und NLP-Ausbildungen, Psychologisches Management Training, Coaching-Ausbildung, wingwave®, Ausbildung zum Ausbilder (IHK), Projektmanager (IHK) und viele andere. Berufliche Erfahrungen sammelte Jan von Berg unter anderem

▪   im Bankensektor (zuletzt als Fusionsbeauftragter),

▪   als Personalberater im Middle-/Top-Management einer internationalen Unternehmensberatung und

▪   als selbständiger Unternehmer im Business-Consulting (u.a. als Business-Angel)

▪   als Gründer und Vorsitzender eines Wirtschaftsnetzwerks

▪   langjähriger Trainer/Coach einer renommierten Bankakademie

Besonders wichtig war und ist ihm immer der Kontakt zum Menschen und die praktische Umsetzung von nutzbringendem Wissen.

FACHLICH QUALIFIKATIONEN

▪   Staatliche Zulassung als Heilpraktiker (Psychotherapie)

▪   Hypnosetherapeut (u.a. NGH-zertifiziert)

▪   NLP-Master (SONLP)

▪   Business- und Management-Coach

▪   Ausbildung zum Bankkaufmann

▪   Personalberater

▪   Fortbildung zum Projektmanager (IHK)

▪   Rettungsdienstausbildung (DRK)

▪   Hypnosystemische Therapie nach Dr. G. Schmidt

▪   Hypnose in der Schmerz- und Traumatherapie

▪   Hypnose bei Ängsten, Panikattacken und Phobien

▪   Gesprächspsychotherapie

▪   Hypnose in der Geburtsvorbereitung

▪   Medizinische Hypnose | Psychosomatik

▪   Ausbildung zum wingwave®-Coach

▪   Hypnose im Business- und Management-Coaching

▪   EFT, TFT und Psychokinesiologie

▪   Mentaltraining für Sportler

▪   Transaktionsanalyse

▪   und andere

Seine MISSION

Jan von Berg hat Hypnose zu seiner Mission gemacht. Immer wenn es daraum geht, Menschen auf Ihrem Weg zu einem erfüllten, glücklichen und erfolgreichen Leben zu begleiten.